

Magnetventile regeln den Luftstrom in die Steuerkammer des Quetschventils und bestimmen direkt das Öffnungs- und Schliessverhalten der Manschette. Schaltzeiten, Reaktionsgeschwindigkeit und Luftverbrauch hängen wesentlich von der Dimensionierung des Magnetventils ab. Zu geringe Durchflusswerte oder lange Entlüftungswege führen zu trägen Schaltvorgängen und instabilen Prozessbedingungen, besonders bei hohen Schaltzyklen oder grossen Nennweiten.
Wir von HO-Matic setzen auf robuste Industriequalität von Buschjost und ROSS. Verfügbar sind unter anderem:
Die richtige Auslegung verbessert Schaltverhalten, Prozessstabilität und Energieeffizienz des Pneumatiksystems.

Der korrekte Steuerdruck ist für die Lebensdauer eines Quetschventils oder einer Quetschventil-Spezialanfertigung entscheidend. Bereits geringe Druckschwankungen wirken sich direkt auf Schliesskraft, Dichtheit und Verschleiss der Manschette aus. Typischerweise liegt der Differenzdruck zwischen Steuerdruck und Mediendruck etwa zwischen 2 bis 2,5 bar über dem Prozessdruck, der aber von Nennweite, Manschettenmaterial und Prozessbedingungen abhängig ist.
Ist der Steuerdruck zu niedrig:
Ein zu hoher Steuerdruck erhöht dagegen die mechanische Belastung der Manschette und steigert unnötig den Energieverbrauch. Unsere Druckschalter und Regelsysteme sorgen für konstante Betriebsbedingungen und eine präzise pneumatische Ansteuerung. Zum Einsatz kommen unter anderem:
Wichtig ist vor allem die Qualität der Druckluft. Feuchtigkeit, Öl oder Partikel beeinträchtigen Magnetventile, Dichtungen und Elastomer-Manschetten erheblich. Für eine dauerhaft stabile pneumatische Ansteuerung empfiehlt sich deshalb saubere, trockene und ölfreie Druckluft nach ISO 8573-1.

Kurze Schaltzeiten und stabile Prozesse erfordern in vielen Anwendungen zusätzliche Performance-Komponenten. Wichtige Komponenten sind dabei Schnellentlüftungsventile (SEV).
SEV werden direkt am Steueranschluss montiert. Es entweicht die Steuerluft unmittelbar am Ventilgehäuse. Dadurch verbessern sich:
Gerade bei Nennweiten ab DN 80 oder Steuerleitungen über drei Meter steigern SEV-Ventile die Prozessstabilität deutlich.
Für Unterdruckprozesse bietet HO-Matic zusätzlich das HO-VAC-System an. Das HO-VAC-System erzeugt mittels Venturi-Düse ein zusätzliches Vakuum im Ventilgehäuse. Die Manschette wird aktiv geöffnet, sodass der vollständige Rohrleitungsquerschnitt erhalten bleibt.
Dadurch entstehen folgende Vorteile:
Empfehlenswert ist diese Technik vor allem bei Vakuumförderungen über 100 mbar Unterdruck, um einen störungsfreien Betrieb sicherzustellen.

In sicherheitsrelevanten Prozessen definieren Fail-Safe-Funktionen das Ventilverhalten bei Strom- oder Druckausfall. Unsere Sicherheitsansteuerungen sorgen dafür, dass das Ventil auch bei Ausfall der Energieversorgung definierte Zustände einhält. Je nach Prozessanforderung kann das Ventil:
Für die Funktion „geschlossen halten“ kommen entsperrbare Rückschlagventile in Kombination mit Magnetventilen zum Einsatz. Der Steuerdruck bleibt gespeichert und verhindert:
Bei Notentleerungen wird dagegen ein schnelles Öffnen des Ventils benötigt. Die eingesetzten Komponenten entsprechen gängigen Industriestandards. SIL-konforme Ausführungen sind auf Anfrage ebenfalls verfügbar.

Zu einer präzisen pneumatischen Ansteuerung gehören neben dem Magnetventil auch Verschraubungen, Steuerleitungen und Schalldämpfer. Sie beeinflussen Druckverluste, Schaltzeiten und die Stabilität des Gesamtsystems.
Falsch dimensionierte Fittinge oder ungeeignete Leitungen verursachen Druckverluste, verzögerte Schaltzeiten und instabile Betriebsbedingungen.
Wir von HO-Matic liefern deshalb sämtliche Komponenten für eine technisch saubere Installation aus einer Hand. Dazu gehören:
Schalldämpfer verbessern den Arbeitsschutz und stabilisieren gleichzeitig die Entlüftung der Steuerluft. Besonders bei häufigen Schaltzyklen reduziert sich die Belastung der Umgebung deutlich.

Die pneumatische Ansteuerung bestimmt direkt Schaltgeschwindigkeit, Dichtheit und Lebensdauer eines Quetschventils. Bereits geringe Abweichungen beim Steuerdruck oder bei der Entlüftung verändern die Belastung der Manschette und die Stabilität des Prozesses. Besonders bei abrasiven Medien oder hohen Schaltzyklen entscheidet eine korrekte Auslegung über einen dauerhaft störungsfreien Betrieb.
Eine abgestimmte pneumatische Ansteuerung verbessert die Prozesssicherheit und reduziert den Verschleiss der Manschette. Schaltzeiten, Luftverbrauch und Steuerdruck werden optimal auf Medium, Druckniveau und Taktfrequenz ausgelegt. Dadurch sinken Wartungsaufwand, Energieverbrauch und das Risiko ungeplanter Stillstandszeiten deutlich.
Die Ventilansteuerung beeinflusst unmittelbar die Reaktionsgeschwindigkeit und das Schliessverhalten des Systems. Zu langsame oder ungleichmässige Schaltvorgänge führen zu instabilen Materialflüssen und erhöhter mechanischer Belastung der Elastomer-Manschette. Präzise abgestimmte Steuerungskomponenten ermöglichen dagegen gleichmässige, reproduzierbare Prozessabläufe.
Pneumatische Ansteuerungen mit Schnellentlüftung werden in der Regel bei grossen Nennweiten oder langen Steuerleitungen eingesetzt. In diesen Fällen würde die Entlüftung über die komplette Leitung zu verzögerten Öffnungs- und Schliessvorgängen führen. Durch die direkte Entlüftung am Ventil verkürzen sich die Schaltzeiten deutlich und die Systemdynamik verbessert sich.
Eine pneumatische Ansteuerung mit HO-VAC-System wird bei Unterdruck- und Vakuumförderprozessen eingesetzt. Bei solchen Anwendungen besteht die Gefahr, dass die Manschette durch den Unterdruck kollabiert und den freien Durchfluss einschränkt. Das HO-VAC-System erzeugt mittels Venturi-Düse ein unterstützendes Vakuum im Ventilgehäuse und hält so den Rohrleitungsquerschnitt offen.
Die Druckluftqualität ist entscheidend für die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der gesamten pneumatischen Steuertechnik. Verunreinigungen wie Feuchtigkeit, Öl oder Partikel greifen Magnetventile, Dichtungen und Elastomer-Manschetten an und führen zu Störungen. Eine professionelle Druckluftaufbereitung mit Filtration und Trocknung erhöht die Betriebssicherheit und verlängert die Standzeiten aller Komponenten deutlich.